Chronik des Kinderschutzbundes in Hagen

1953

Der Schutz des Kindes war die Motivation, als der Deutsche Kinderschutzbund e.V. 1953 von dem Arzt Fritz Lejeune und anderen engagierten Menschen in Hamburg gegründet wurde. Mit über 50.000 Mitgliedern tritt er in allen Bundesländern und in über 500 Orten für das Wohl der Kinder ein. Die Bundeszentrale des Kinderschutzbundes ist in Berlin.

1973   

wurde der Hagener Kinderschutzbund am 4. Dezember von einer kleinen Gruppe engagierter Menschen rund um Peter Buhle gegründet. Sie wollten nicht mehr hinnehmen, dass viele Kinder am Rande der Gesellschaft stehen und kein intaktes Elternhaus haben. Den Kindern sollte ein Platz im öffentlichen Leben gegeben und ihre Lebensbedingungen in dieser Stadt sollten verbessert werden, beispielsweise die Spielplatz- und Verkehrssituation.

1974   

konnte in Altenhagen in der Spichernstraße bereits ein kleines Ladenlokal angemietet werden. Es hatte die Funktion einer ersten Anlaufstelle für Eltern und Kinder. Bald wurde dort ein Schularbeitskreis angeboten und ein Kleiderladen eingerichtet, der dort heute noch in größerer Form als damals existiert.

1979   

gab es einen Krankenhausbesuchsdienst, der im „Jahr des Kindes“ landesweit belobigt wurde.

1980   

konnte sich der Kinderschutzbund schon eine Büro-Honorarkraft leisten und hat Ferienausflüge durchgeführt.

1982   

wurde der Arbeitskreis Familienbetreuung gegründet und dafür eine Sozialpädagogin als Honorarkraft eingestellt.

1983   

Christa Burghardt konnte im Mai als Pädagogin aufgrund eines Zuschusses des Arbeitsamtes halbtags eingestellt werden. Zum 10-jährigen Bestehen des Kinderschutzbundes im Dezember waren 25 Ehrenamtliche aktiv.

1984   

Für die pädagogischen Aufgaben wurden neue Räume in der Franzstraße 55 angemietet. Dort gab es die ersten Spiel- und Krabbelgruppen sowie eine Kindergruppe von Kindern mit und ohne Behinderung. Der Kinderschutzbund wagte sich offensiv an kinderpolitische Themen heran, verfasste viele kritische Presseerklärungen und Anträge, die oft den Finger in die Wunden dieser Stadt legten mit dem Ziel, eine Verbesserung für Kinder und Familien zu erreichen. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Gruppe „Kind und Umwelt“, aus der mehrere Elternselbsthilfegruppen hervorgegangen sind wie z.B. „Neurodermitiskranke Kinder“, „Hyperaktive Kinder“, „Krebskranke Kinder“ usw.

1985   

stieg die Zahl der Ehrenamtlichen auf 80 Personen an. Ein weiterer Aufschwung ergab sich durch den Umzug von der Franzstraße in das Fachwerkhäuschen in der Riegestraße 19 am Bleichplatz in Eilpe. Hier war mehr Platz, die wachsenden Angebote für Kinder und Familien unterzubringen. Für die Familienbetreuung konnte Iris Schaper auf Honorarbasis eingestellt werden, die später den Schwerpunkt Trennung und Scheidung sowie den „Begleiteten Umgang“ aufbaute. Zudem wurden viele Aktionen und weitere Hausaufgabenkreise an unterschiedlichen Grundschulen initiiert.

1998   

entstand aus einer Bürgerinitiative der multinationale Stadtteiltreff „Am Rastebaum 20”, der heute zum Kindertreff für Hausaufgaben sowie für Spiel- und Krabbelgruppen geworden ist. 25 Jahre nach Vereinsgründung engagierten sich bereits 107 Ehrenamtliche. Christa Burghardt war schon lange ganztags beschäftigte Geschäftsführerin. Halbtags beschäftigt waren inzwischen Iris Schaper, eine Büroangestellte sowie die Pädagogin Petra Fernholz, die eine intensive Arbeit für Kinder mit Behinderung aufbaute. Zudem gab es einige Honorarkräfte für Spielkreise.

2000   

eröffnete der Treffpunkt für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Altenhagen, Spichernstr. 17 / Eingang Siegstraße. Hier entwickelten sich viele alters- und interessenbezogene Freizeitgruppen und eine individuelle Förderung im Rahmen des FUD – dem Familienunterstützenden Dienst für Familien, deren Kinder eine Behinderung haben.

2003   

wurde der Hagener Kinderschutzbund 30 Jahre alt. Da das Fachwerkhäuschen inzwischen viel zu klein wurde, gründete der Kinderschutzbund die Stiftung "Ein Haus für Kinder" mit der Vision, mitten in der Innenstadt einen Neubau für die vielen Aufgaben zu errichten. Unter der Schirmherrschaft von Frau Dr. h.c. Liselotte Funcke und Christa Burghardt als „Motor“ sowie unzähligen Helfer/innen begann eine enorm erfolgreiche Spendenkampagne, an der sich ganz Hagen beteiligte. 134 Ehrenamtliche, 23 Honorarkräfte, 3 Pädagoginnen und 2 Bürokräfte waren „rund um das Kind“ im Einsatz.

2006   

konnte bereits der Grundstein für das neue Haus in der Potthofstraße 20 gegenüber dem Rathaus gelegt werden.

2007   

erfolgte im Mai der Umzug in "Ein Haus für Kinder", das auch zum „Mehrgenerationenhaus“ wurde. Viele Projekte unter dem Motto „Alt für Jung – Jung für Alt“ kamen hinzu. Auch der Suppenkasper und die Klamottenkiste wurden eingerichtet. Zum Jahresende wurden die „Willkommensbesuche“ von Manuela Pischkale-Arnold aufgebaut. Im Rahmen der „Frühen Hilfen“ werden durch geschulte Ehrenamtliche Besuche bei Neugeborenen und ihren Eltern durchgeführt. Die Zahl der Aktiven lag bei 170 Ehrenamtlichen, 5 Pädagoginnen, 2 Büroangestellten und 43 Honorarkräften.

2013   

bestand der Hagener Kinderschutzbund 40 Jahre. Die Aufgaben und Projekte haben sich erheblich ausgeweitet. 14 Angestellte, ca. 240 Ehrenamtliche, 80 FUD-Honorarkräfte und 5 Spielkreisleiterinnen waren im Einsatz.

2015   

Christa Burghardt geht nach 32 Jahren als äußerst engagierte und hoch geschätzte Persönlichkeit, die den Kinderschutzbund maßgeblich geprägt hat, in den Ruhestand. Neue Geschäftsführerin wird Manuela Pischkale-Arnold.

Wir danken sehr herzlich

 

Allen Menschen, die durch ihr Engagement am Gelingen der Aufgaben des Kinderschutzbundes beteiligt waren und es noch sind, möchten wir sehr herzlich danken. Das sind die Mitglieder, die Ehrenamtlichen, die Angestellten, die Spender/innen, die Entscheidungsträger/innen in Politik und Verwaltung, die Kooperationspartner/innen, die Presse und viele mehr. In dieser fruchtbaren Zusammenarbeit liegt eine Chance für die Kinder unserer Stadt.

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