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• Weltweit einmalig: Kinderrechte-Stelen und Skulptur
in Hagener Park zum Weltkindertag enthüllt

Hagen, am Weltkindertag 2010. Über 400 Kinder sind begeistert. Noch ist da etwas unter einem großen Stück Stoff versteckt.. Doch dann kommt ein großes „Aaahh“ aus vielen Mündern. Ein Mädchen aus Bronze balanciert auf einen bunten Regenbogen. In der Hand hochgestreckt das Buch „Meine Rechte“.
Die Skulptur „BalancierAkt Kinderrechte“ wird enthüllt.
Gleich in der Nähe ist ein Kinderrechte-Pfad entstanden. Auf 12 Stelen wurden die Kinderrechte in Edelstahl eingemeißelt. Auf den Rückseiten ist von A-Z nachzulesen: „Was Kinder brauchen“. Die Kinder schauen neugierig hin. Sie lassen Luftballons mit Wünschen steigen. Eine Grundschule hat für diesen Tag selbst ein kleines Denkmal für Kinderrechte gebastelt. Andere singen mit Herzblut Lieder rund um die Kinderrechte. Eine Kita hat sogar ein eigenes Gedicht verfasst. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei. Die vielen Erwachsenen lassen sich sofort anstecken.


Es ist ein ganz besonderer Tag für Hagen, denn mitten in der Innenstadt, in dem kleinen Park direkt gegenüber dem Rathaus, dem Allerwelthaus sowie "Ein Haus für Kinder", das dem Kinderschutzbund gehört, werden die Kinderrechte dauerhaft präsentiert. Dieses Gesamtprojekt sucht weltweit seines gleichen. Nach eifrigen Recherchen sind die Kinderrechte nirgends im öffentlichen Raum zugänglich oder als Kunstwerk dargestellt worden, noch nicht einmal vor einem UN-Gebäude. Zurückzuführen ist das Projekt auf Christa Burghardt, Geschäftsführerin des Hagener Kinderschutzbundes. Auf dem Rückweg von Smolensk, wo sie Kinderheime beraten hatte, sah sie in Moskau die Skulpturengruppe „Die Laster der Erwachsenen“ des Künstlers Michael Schemjakin. Sie entwickelte die Idee, dass es in Hagen ein Gegenstück geben müsste, nämlich: „Was Kinder brauchen“, ein Thema, das unmittelbar mit den Kinderrechten zu tun hat. Gemeinsam mit dem Freundeskreis Hagen-Smolensk e.V. hat sie das Gesamtprojekt auf den Weg gebracht. Das Kunstwerk „BalanceAkt Kinderrechte“ wurde von dem Künstler Prof. Alexander Parfeonov aus Smolensk geschaffen, die Kinderrechte-Stelen von dem Hagener Designer Dirk Surma. Finanziert wurde alles ausschließlich durch die Großzügigkeit von Spendern.

Auch Tage nach der Einweihung betrachten immer wieder Kinder und Erwachsene die Skulptur. Die Texte auf den Stelen werden eifrig gelesen und in den beiden besonderen „Buch-Stelen" wird immer wieder geblättert. Diskussionen rund um die Kinderrechte, das ist gewollt. Spontan und auch geplant, etwa, wenn demnächst zahlreiche Projekte in dem Park rund um das Gesamtprojekt stattfinden. Partner sind dabei dann der Kinderschutzbund, Terre des Hommes, Unicef, das Allerwelthaus und natürlich die Hagener Kitas, Schulen, Jugendgruppen usw. Insgesamt ist es ein ausgesprochen gelungenes Projekt, das sehr gerne Nachahmer finden darf, nicht nur in Deutschland.

    

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